
Warum Ihr Infrarotheizer eigentlich versagt – und wie man das verhindern kann
Die meisten Leute denken, dass ein IP44-Infrarotheizer ausfällt, weil der Heizelement zerstört wird. Doch ehrlich gesagt ist das selten der Fall. Meistens beginnt das Problem genau dort, wo die Leitungen in den Gehäuseeingang führen.
In einer Umgebung mit hohen Temperaturen können herkömmliche Dichtstoffe nicht mehr funktionieren. Sie schrumpfen und reißen. Sobald das passiert, dringen Staub und Feuchtigkeit ein. Bald darauf entstehen Kurzschlüsse, wodurch der ganze Heizer kaputtgeht.
Das „Backen“-Problem
Ich habe dieses Problem bereits tausendmal bei billigen Heizern beobachtet. Die Isolierung der Leitungen wird dabei zerstört.
Wenn man den Heizer auf maximale Leistung stellt, strahlt die Wärme nicht nur nach vorne aus, sondern auch zurück entlang der Kupferleitungen. Wenn das Dichtmaterial nicht für solche hohen Temperaturen geeignet ist, wird es spröde – und bricht bei der kleinsten Bewegung.
Viele sogenannte „kommerzielle“ Dichtstoffe sind eigentlich nur einfache Gummistopfen. Das reicht nicht aus. Wir verwenden OEM-quality-Dichtstoffe, die flexibel bleiben. Warum? Weil Metall sich beim Erhitzen ausdehnt und zusammenzieht. Wenn das Dichtmaterial nicht mit dem Metall mitschwingt, entsteht eine Lücke – und genau dort beginnt der Kurzschluss.
Die richtige Methode
Bei der Standardmontage wird oft ignoriert, dass die Leitungen unter Druck geraten. Wir tun das nicht. Wir verwenden spezielle Dichtstoffe, die die Leitungen schützen.
Stellen Sie sich das wie eine physische Wand vor – sie verhindert, dass Feuchtigkeit durch Kapillarwirkung in die elektrischen Anschlüsse gelangt.
Es gibt einen Unterschied zwischen einem Dichtstoff, der auf dem Datenblatt gut aussieht, und einem, der tatsächlich funktioniert. Ein billiger Dichtstoff mag am ersten Tag die Prüfung bestehen, doch nach 500 Stunden Heizen und Kühlen bricht er zusammen. Unser Verfahren ist so konzipiert, dass es Tausende solcher Zyklen ohne Probleme übersteht.
Das Gleichgewicht finden
Man kann nicht einfach jedes Loch abdichten. Wenn man den Heizer zu fest abdichtet, entsteht innerer Druck, da sich die Luft ausdehnt. Dadurch könnten die Leitungen aus dem Gehäuse gedrückt werden.
Wir investieren viel Zeit darauf, das richtige Gleichgewicht zwischen Abdichtung und Belüftung zu finden. Das ist eine Art Wissenschaft.
Noch ein Tipp: Wenn Sie die Heizer in einer Umgebung mit hoher Feuchtigkeit installieren, überprüfen Sie unbedingt die Kabeldichtungen. Stellen Sie sicher, dass sie den Anforderungen des Heizers entsprechen. Andernfalls entsteht an der Verbindungsstelle eine Schwachstelle – und all die hochwertigen Dichtstoffe im Heizer helfen dann nichts mehr.